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Die Vogelfluglinie - Ein Tagesausflug der sich lohnt


Die Vogelfluglinie ist eine Verbindung für den internationalen Straßen- und Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Dänemark.

 

(Die Verbindung vom Satelliten aus gesehen)



Sie führt über den Fehmarnbelt, eine Meerenge der Ostsee zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland. Die Vogelfluglinie wurde 1963 von König Friedrich IX. von Dänemark und dem Bundespräsidenten Heinrich Lübke eröffnet. Ihr Name bezieht sich auf die Flugroute der Kraniche und anderer arktischer Wasservögel zwischen Mitteleuropa und Skandinavien.

 

(Der Fährhafen in Puttgarden)



 

(Auslaufen einer Fähre aus dem Fährhafen Puttgarden)



 

Die Fährschiffe Deutschland (Baujahr 1954), Theodor Heuss und Kong Frederik IX nahmen den Fährbetrieb 1963 mit insgesamt 18 Doppelfahrten auf. (Das veraltete Dampffährschiff Danmark verkehrte auf der Vogelfluglinie nicht mehr.) Da diese wegen des stetigen Anstiegs der Passagier- und Güteraufkommens nicht ausreichten, wurde die Flotte fortwährend erweitert und modernisiert. Die maximale Auslastung wurde in den 1990er Jahren jeweils während der Gültigkeit der Sommerfährpläne erreicht, als sechs Fährschiffe die Linie im 30-Minuten-Takt mit insgesamt 48 Doppelfahrten (also insgesamt 96 Beltquerungen) täglich bedienten.


 


 
(Fährschiff Schleswig Holstein auf dem Weg nach Puttgarden)



 

Die durchschnittliche Fahrzeit hat sich seit 1997 mit Einführung der neuen Fährschiffe auf rund 45 Minuten verkürzt. Bis dahin dauerte eine Überfahrt etwa eine Stunde. Die längere Fahrzeit war darauf zurückzuführen, dass die Schiffe auf einer Strecke jeweils nach dem Auslaufen und vor dem Einlaufen einmal drehen mussten.


 

 

(Bei gutem Wetter kann der Passagier die Überfahrt auf Deck genießen)



 

Die neuen Fährschiffe sind nach dem RoRo-Prinzip konstruiert, so dass sie in beiden Häfen ohne Drehen festmachen können.


 

 

(Tagesausflügler genießen die "Kreuzfahrt")



 

Jetzt verkehren folgende Fähren auf dieser Linie. Sie sehen sich zum Teil sehr ähnlich:


 

Deutsche Schiffe:



 

 

("Deutschland" Baujahr 1997, im Einsatz seit 1997)



 

 

("Schleswig-Holstein" Baujahr 1997, im Einsatz seit 1997)



 

Dänische Schiffe:



 


 
("Prins Richard" Baujahr 1997, im Einsatz seit 1997)



 

 

("Prinsesse Benedikte" Baujahr 1997, im Einsatz seit 1997)



 

 

("Holger Danske" Baujahr 1976, im Einsatz seit 1999)



 

Ein Tagesausflug lohnt sich in jedem Fall und ist als Fußgänger gar nicht so teuer. Die Preise der Hin-und Rückfahrt halten sich in Grenzen und sind schon deshalb so interessant, da man in Rødby Hafen aussteigen und den Tag verbringen kann. Innerhalb eines Tages kann man mit der Fahrkarte beliebiges Schiff zurück wählen.


 

 

(Einlaufen in den Fährhafen von Rødby)



 

Viel los ist in Rødby Hafen allerdings nicht. Es ist ein kleiner beschaulicher Ort, der ein wenig an Orte des „alten“ England erinnert. Rødby Hafen gehört zur Dänischen Lolland Kommune.

Das Innenleben der Schiffe ist für eine Fähre recht komfortabel. Es gibt mehrere Autodecks auf denen PKW´s, LKW´s und sogar ein Zug Platz finden. Zudem bietet das Schiff für seine Passagiere eine Flanierpromenade.


 


 
(Flanieren im "kleinen Stiel")



 


 
(Einkaufen wird hier zum Erlebnis)



 

Daneben gibt es dann noch wahlweise verschiedene Restaurants zum 45 minütigen schlemmen und verweilen.

Alles in allem lohnt es sich in jedem Fall einmal mit einem oder allen diesen Fähren gefahren zu sein. Jede ist eine „kleine Welt“ für sich.



Text: wikipedia & Jürgen Plötzner
Fotos: Nasa zur freien Verwendung & Jürgen Plötzner

 

 
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