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Color Magic - Traumschiff der Ostsee - "Ein Reisebericht von Wolfgang Voelter"
Die Color Magic während der Taufe am 15.09.2007 in Kiel
Am 11.08.2008 begann der Ausflug für mich und meine Frau um 10:30 Uhr mit der Anreise von Eutin nach Kiel mit einer 45 minütigen Bahnfahrt.

Nach verlassen des Bahnhofs in Kiel, hatten wir gleich einen wunderschönen Blick auf die “Color Magic“, die schon auf uns wartete.
Nach dem Einschecken ging es um 13:15 Uhr an Bord.
Hier erst einmal einige technischen Daten der Magic
Länge: 224 Meter
Breite: 35 Meter
Decks: 15
Magic Promenade Länge: 163 Meter
Magic Promenade Höhe: 9 Meter, 3 Decks
Hauptmaschine: 42.400 PS
Max. Geschwindigkeit: 22,3 Knoten
Passagiere: 2700
Autos: 550
Obwohl man sich ja eigentlich auf einer Fähre befindet, hat man nach dem betreten des Schiffes gleich das Gefühl, dass es sich um einen modernen Kreuzfahrer handelt.
Das Reisegepäck wurde erst einmal nur in der Kabine abgestellt, um sich einen guten Platz an Deck zu sichern, damit wir das Auslaufen aus der Kieler Förde beobachten konnten.
Um 14:00 Uhr ging es dann los.
Die “Color Magic“ machte sich auf die 20 stündige Überfahrt Richtung Norden vorbei an Dänemarks Ostküste durch dass Kattegatt und anschließend durchs Skagerrak nach Norwegens Hauptstadt Oslo.
Während der Fahrt durch die Kieler Förde wurden wir noch von einem Boot der Deutschen Küstenwache beobachtet.

BP23 "Bad Düben"
Jetzt hatten wir erst einmal Zeit das Schiff in aller Ruhe zu erkunden. In der Mitte des Schiffes auf Deck 7 befindet sich die 163m lange und über drei Decks erstreckende “Magic Promenade“



Auf der Promenade befinden sich unter anderem Restaurants, Bars, Shops und Boutiquen zum Promenieren, Schlemmen, Einkaufen oder nur zum Verweilen.
Außerdem gibt es an Bord neben dem Buffetrestaurant “Grand Buffet“ noch das “Oceanic“. In diesem ’a la carte Restaurant kann man mit fantastischem Blick aufs Meer speisen.

á la carte Restaurant "Oceanic"
Auch für die allerhöchsten Ansprüche gibt es ein Restaurant und zwar das “Manhattan / Cosmopolitan Gourmet Restaurant“ Über die Qualität kann ich leider keine Angaben machen, da dort ein Getränk vermutlich mehr kostet als die ganze Überfahrt.
Da ich gerade beim Geld bin. Man weiß ja eigentlich, da man sich auf einem norwegischen Schiff befindet, ist alles doch ein wenig teurer ist als bei uns.
Allerdings war ich bei der Höhe der Preise für Speisen und Getränke doch (vorsichtig gesagt) einigermaßen überrascht.
Aber jetzt wieder zurück zum Schiff.
Außerdem gibt es neben weiteren Bars und einer Pizza Ristorante ein Casino, einen Night Club, einen Pub mit Live Musik am Abend, ein Spa & Fitness Center, einen Golf Simulator, ein Aqualand, ein Conference Center, ein Casino und einen Tax Free Supermarkt.
Nach der Erkundung des Schiffes brauchten wir bei dem herrlichen Wetter erst einmal eine Ruhepause auf dem Sonnendeck.

Da unser Tisch für das Abendbuffet im „Grand Buffet“ am ersten Abend erst um 20:30 Uhr reserviert war, bereiteten wir uns dann in aller Ruhe für einen Besuch in der Show Lounge vor.
In diesem schiffseigenen Theater werden allabendlich zwei Shows um 19:00 und 21:00 Uhr präsentiert. Anschließend kann man noch zur Livemusik das Tanzbein schwingen.


Am ersten Abend gab es eine super Show mit Ausschnitten aus vielen bekannten Musicals
Das anschließende Abendbuffet ließ wirklich keine Wünsche offen. Es gab von Fleisch, Fisch, Krustentieren, über Beilagen, Kartoffeln, Kroketten, Soßen, Gemüse, Käse, Aufschnitt, Vor- und Nachspeisen usw. alles was man sich nur vorstellen kann.
Allerdings sind diese späten Essenszeiten nicht jedermanns Sache. Wir beide haben jedenfalls die 33 Euro, die dieses Buffet kostet, wenn man es extra bezahlen muss, mit Sicherheit nicht "abgegessen".
(Bei uns waren im Reisepreis alle Buffets “Gott sei Dank“ inklusive.
Danach gab es noch einen kleinen Cappuccino in der „Observation Lounge“ dem höchsten Punkt des Schiffes mit spektakulärem Rundumblick.

Blick aus der “Observation Lounge“ beim Einlaufen in den Oslofjord.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder als erstes zum “Grand Buffet“ wo wir dann auch nach einer kurzen Wartezeit (alle Tische waren schon besetzt) von einer netten Kellnerin zu unserem Tisch gebracht wurden.
Das Frühstücksbüfett ließ wiederum keine Wünsche offen. Für die kleinen Gäste gab es auch immer ein Kinderbuffet.
Mit herrlichem Blick auf den Oslofjord konnten wir unser Frühstück genießen.
Nach dem Einlaufen in Oslo warteten schon die Reisebusse für die Stadtrundfahrt unter dem Motto „Oslo Highlights“.
Es ging durch das Stadtzentrum zum Königlichen Schloss, vorbei am monumentalen Rathaus Oslos, bekannt durch die jährliche Verleihung des Friedensnobelpreises weiter durch das populäre Hafenviertel Aker Brygge. Die Rundfahrt ging weiter durch die historische Innenstadt “Kvadraturen“ im alten Christiania mit mehreren gut erhaltenen Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert.
Anschließend ging es noch zum Frammuseum. Hier wurden wir im Schnelldurchgang durch die „Fram“ geschleust.
Die Fram (norwegisch für "vorwärts") war ein 1892 fertig gestelltes Schiff, das norwegische Polarforscher in den Jahren 1893—1912 nutzten. Die Fram war dafür gebaut, im Packeis driften zu können, ohne unter dem enormen Druck des Eises Schaden zu nehmen.
Die Initiative zum Bau ging von Fridtjof Nansen aus; er gab Colin Archer, dem renommierten norwegischen Schiffskonstrukteur aus Larvik, 1890 den Auftrag, die Fram zu bauen.

Kein Holzschiff fuhr jemals weiter nördlich oder südlich. Die Fram war bis 1914 für Expeditionen unterwegs und wurde 1935 angelandet.
Danach ging es noch zu dem berühmten Vigelanpark. Bei einem Spaziergang durch den Park konnten wir die über 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland über den Zyklus des Lebens bewundern.


Der Besuch an der Holmenkollen Sprungschanze beendete die Rundreise.
Während der Rückfahrt zum Schiffsanleger hatten wir noch grandiosen Blick über das Stadtgebiet und den Oslofjord.
Um 14:00 Uhr machte sich dann die “Color Magic“ wieder auf den Rückweg nach Kiel.
Nachdem wir dann das Auslaufen aus dem Fjord an Deck genießen wollten, kamen wir leider zu spät, es waren leider schon alle Stühle und Liegen belegt. Viele allerdings nur mit Taschen, Kleidungsstücken usw.
Aber so sind sie, die Menschen: Erstmal ich!
Wir trösteten uns dann aber mit einem Burger für 7,50 Euro in der “Sports & Burger Bar“ mit echtem Flair der Fünfzigerjahre auf Deck 13.
Am Abend ging es vor dem Abendbuffet (heute erst um 21:00 Uhr) wieder in die “Show Lounge“. Heute gab es eine Show mit Schlagern des Eurovision Song Contest von den 50er Jahren bis heute.
Nach einem wiederum reichhaltigen Buffet waren wir schon ganz schön geschafft.
Der Abend wurde dann auch nicht mehr allzu lange.Es gab aber noch genug Gäste, die die Nacht noch im Night Club der bis 03:00 Uhr morgens geöffnet hat auf Deck 14/15 verbracht haben.
Auch das morgendliche Frühstücksbüfett war wieder ausgezeichnet.
Alles in allem, waren es drei wunderschöne Tage, auch Dank des guten Wetters. Auf der Rückfahrt hat man im Skagerrak zwar gemerkt, dass man auf dem Wasser und nicht auf der Autobahn ist, aber das hat das den positiven Eindruck nicht beeinflusst.
Ich kann aber nur jedem der diese Reise auch einmal machen möchte, den guten Rat geben, genügend Taschengeld einzustecken.
Zuletzt noch ein paar Impressionen von der Reise

Eine Positionsanzeige des Schiffes auf der Rückfahrt um 22:25 Uhr

Der Eingang zum Casino

Der Schornstein der Color Magic bei Nacht

Spaziergang auf Deck

Einlaufen in die Kieler Förde

Kurz vor dem Festmachen in Kiel

Beim rückwärts "Einparken" in Kiel

Der letzte Blick beim Verlassen des Schiffes
Fotos und Text Wolfgang Voelter
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